ZAP: PR fordert Aussetzung der Prüfungen

Der Personalrat Schulen spricht sich in diesem Schuljahr für die Aussetzung der Zentralen Abschlussprüfungen (ZAP) aus, die stattdessen durch abschlussrelevante Vorleistungen oder die unterrichtlichen Leistungen aus dem Schuljahr 2020/2021 in dem jeweiligen Prüfungsfach ersetzt werden sollen, selbst wenn dafür eine Gesetzesänderung notwendig ist.

Alternativ sollte zumindest auf die schriftlichen Zentralen Abschlussprüfungen (ZAP) verzichtet werden. Die mündliche Prüfung beizubehalten würde u. U. gleichzeitig ermöglichen, dass die Schüler*innen ein Prüfungszeugnis erhalten.

Wir begründen diese Position wie folgt:

  1. Die Aufhebung der Präsenzpflicht für den Abschlussjahrgang ist ein wichtiger Baustein zur Kontaktreduzierung und berücksichtigt die bundesweit geltenden Empfehlungen zur Pandemieeingrenzung. Doch gleichzeitig wird so der Konflikt zwischen Gesundheitsschutz und Anspruch auf Bildung auf die Spitze getrieben und stürzt Eltern und Schüler*innen in ein großes Dilemma. Schüler*innen resp. deren Eltern wird eine Entscheidung aufgezwungen zwischen (freiwilliger) Teilnahme am Präsenzunterricht mit erhöhten sozialen Kontakten im Klassenraum (sowie u.U. auch in öffentlichen Verkehrsmitteln) oder der Teilnahme am Distanzunterricht, der aufgrund räumlicher oder technischer Gegebenheiten nicht immer barrierefrei funktioniert.

  2. Aufgrund der Tatsache, dass die Zeiten des Präsenzunterrichts der einzelnen Schüler*innen (z. B. durch Quarantäne oder Verzicht auf Präsenzunterricht) immer weiter auseinanderklaffen und damit die Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die ZAP immer ungleicher werden, kann von individueller Gerechtigkeit seit langem nicht mehr die Rede seinHier wird auf Ungleiches mit einer Zentralen Prüfung reagiert. 

  3. Die geplante Verschiebung der schriftlichen Abiturprüfungen in den Zeitraum vom 1.–12. Juni 2021 führt für besonders belastete Kolleg*innen dazu, dass die Korrekturen der ZAPs und des Abiturs gleichzeitig stattfinden müssen, was schlicht nicht leistbar ist. 

  4. Ohne die (schriftlichen) ZAPs kann in den kommenden Wochen mehr Unterricht für alle angeboten werden, weil eine Vorbereitung auf die Prüfung für den Abschlussjahrgang entfällt und es aufgrund der Prüfungen nicht zu Unterrichtsausfall für andere Jahrgänge kommen müsste. Davon können gerade auch sozial benachteiligte Schüler*innen in allen Jahrgängen profitieren. 

Fazit: An zentralen Abschlüssen festzuhalten ist falsch, wenn die zentrale Beschulung nicht funktioniert!

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Klarstellung zu Kinderkrankentagen und Sonderurlaub

Das Bundeskabinett hat das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 pro Elternteil von 10 auf 20 Tage verdoppelt, bei alleinerziehenden Elternteilen von 20 auf 40. Diese Kinderkrankentage können auch zur Betreuung der Kinder genommen werden, wenn die Präsenzpflicht in Schulen pandemiebedingt aufgehoben wurde. Um diese Kinderkrankentage in Anspruch zu nehmen, müssen sowohl das Kind als auch der betreuende Elternteil gesetzlich krankenversichert sein.

Aufgrund einer Information von Seiten der Behörde ist der Personalrat davon ausgegangen, dass sich diese Regelung auf Beamte*innen in Form von Sonderurlaub übertragen lässt. In diesem Fall hätten alle Eltern das gleiche Recht, ihre Kinder auf eigenen Wunsch zuhause zu betreuen, wenn die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben ist. Diese Information haben wir in der Beratung und auf unserer Homepage kommuniziert. Leider ist dies nicht korrekt.

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Abitur 2021: Positionspapier des PR-Schulen

Abitur 2021: Positionspapier des PR-Schulen

zu den Verschiebungsplänen des Senats und der SKB vom 04.02.21

Der Personalrat Schulen hat die Senatorin für Kinder und Bildung zu folgenden Maßnahmen aufgefordert:

  • Beibehaltung der Abiturtermine bzw. maximal Verschiebung auf den 10. Mai 2021;
  • gleichzeitige Anpassung der Inhalte bzw. Erwartungshorizonte der Prüfungen;
    an die tatsächlich vermittelten Lerninhalte im vergangenen Jahr;
  • kein Anbieten von Auswahlterminen für die Prüfungen;
  • Ausgleich der Mehrarbeit durch Abiturverschiebung für die Kolleg*innen;
  • Beteiligung und Mitbestimmung des Personalrats Schulen sind einzuhalten;

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Pressemitteilung des Personalrats vom 8. 1. 2021

Ein Flickenteppich mit negativen Folgen

Die jüngsten Pläne der Bildungsbehörde zum Schulbetrieb in Bremen schließen leider nahtlos an das unkalkulierbare Vorgehen vor Weihnachten an. Es wird weiter auf einen Flickenteppich von Regelungen gesetzt, der in mehrfacher Hinsicht schädlich und gefährlich ist.

Ein Risiko für die Gesundheit
Der Gesundheitsschutz all derer, die in den Schulen lernen und arbeiten, wird offensichtlich missachtet. Die Bildungsbehörde tut weiterhin so, als wäre das Risiko von Infektionen in den unteren Jahrgangsstufen zu vernachlässigen, obwohl in der Fachwelt längst nicht mehr bestritten wird, dass die Schulen sehr wohl eine Rolle im Infektionsgeschehen spielen. Weiterlesen

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Stellungnahme des Personalrats zum geplanten Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien

Unsere Stellungnahme bezieht sich auf folgende Deputationsvorlage vom 15.12.2020:

Maßnahmen zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens in den Schulen im Land Bremen im Rahmen des Teil-Lockdowns, VL 20/2732 (Hier der Link für Interessierte)

Sehr geehrte Frau Dr. Bogedan,
sehr geehrte Mitglieder der staatlichen Deputation für Kinder und Bildung,

trotz der Kurzfristigkeit dieser Deputationsvorlage möchten wir Ihnen unsere Einschätzung zu den geplanten Maßnahmen für den Schulbetrieb nach den Ferien geben.

Das breite Testangebot für Schüler*innen und Beschäftigte begrüßen wir ausdrücklich. Hier gibt es noch viele ungeklärte organisatorische Fragen. Im Grundsatz bietet dieser Ansatz sicher eine Möglichkeit, sich ein Bild über die Lage vor der Wiederaufnahme des Schulbetriebs zu machen und etwas gesicherter zu starten. Von null Infektionen kann man natürlich auch dann nicht ausgehen.

Für den weiteren Schulbetrieb im Frühjahr wünschen wir uns eine wöchentliche Fortsetzung des Testangebotes für jeweils drei bis vier Schulen nach Regionen und Schulformen, damit man einen Überblick über das Infektionsgeschehen behält.

Sehr enttäuscht sind wir allerdings darüber, dass der Senat trotz der Entwicklung des Infektionsgeschehens zwischen den Herbstferien und heute – bei dem vollkommen unstrittig auch die Schulen eine Bedeutung haben – keine weitreichenden organisatorischen Änderungen gegenüber dem Schulbetrieb in den vergangenen Wochen beschlossen hat.

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Neues zu U50: Behörde fordert Anspruchsberechtigte auf, Antrag zu stellen

(überarbeitet 25.01.2021)

Liebe Kolleg*innen,

Die Senatorin für Kinder und Bildung hat die Mitteilung Nr. 348/2020: „Antrag/Anmeldung eines Anspruchs auf Ausgleich von sogenannten U-50-Vorgriffsstunden“ herausgeben (Link s. u.).

Unserer Einschätzung nach ist es rechtlich fraglich, einen Antrag stellen zu müssen/können, ohne dass die Ausgleichsverordnung vom Inhalt her bekannt ist bzw. erlassen worden ist.

Die Behörde hat allerdings ein Interesse zu erfahren, wie viele der Kolleg*innen diese U-50 Vorgriffstunden gemacht haben. Schätzungsweise haben 3500 Kolleg*innen einen Anspruch.

Hinweise:

  • Im Formular wird ein Nachweis für die geleisteten Stunden gefordert. Solltet ihr die Stunden nicht nachweisen können, beispielsweise anhand von alten Stundenplänen oder durch eine Bestätigung der Schulleitung, könnt ihr den Antrag trotzdem stellen. Die Behörde ist im Zweifelsfall in der Nachweispflicht, dass ihr die Stunden nicht geleistet habt.Nach der alten Verordnung mussten die Schulen die geleisteten Stunden dokumentieren und an die Behörde weiterleiten. Jetzt die Nachweispflicht an die Kolleg*innen abzugeben, ist u.E. nach rechtlich nicht haltbar.Falls ihr keine Nachweise vorlegen könnt, fügt dort eine Zeile ein, z. B. „Hiermit versichere ich, dass ich die U-50  in den Schuljahren ………………… geleistet habe.“
  • Der letzte Verordnungsentwurf sah vor, dass es erst ab dem 60. Lebensjahr einen finanziellen oder Zeitausgleich geben soll. Im Antrag ist dazu allerdings nichts zu finden.
  • Rentner*innen und Versorgungsempfänger*innen müssen nach Aufforderung noch weitere Unterlagen nachreichen. Der Personalrat Schulen ist hierfür nicht zuständig, habt ihr diesbezüglich oder allgemeine Fragen, wendet euch bitte an die Behörde.
  • Es empfiehlt sich, den Antrag zu kopieren und den Empfang vom Sekretariat abzeichnen zu lassen (bzw. auf dem Postweg: Einschreiben).
  • Wegen diverser Nachfragen: Der Antrag ist an Herrn Focke (SKB) zu stellen.

 

 

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FFP2-Masken – richtig verwenden

Informationen der Behörde mangelhaft!

Am 2.12.2020 wurde das Infoblatt zum Einsatz von FFP2-Filtermasken außerhalb des Gesundheitswesens im Rahmen der COVID-19 Pandemie an die Schulen in Bremen versendet.

Unserer Auffassung nach genügt das Informationsschreiben des Arbeitsmedizinischen Dienstes der Performa (AMD) nicht den allgemein geltenden Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Folgt man den vorgeschlagenen Empfehlungen, kann es u. E. durch unsachgemäßes Tragen der FFP2-Masken zu einer trügerischen Sicherheit und damit zur Gesundheitsgefährdung von Beschäftigten kommen.

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Offerer Brief an Bürgermeister und Senat zum Schulbetrieb vor und nach den Weihnachtsferien

Sehr geehrter Herr Dr. Bovenschulte, sehr geehrte Mitglieder des Senats,

der Personalrat Schulen fürchtet um die Gesundheit aller Schüler*innen, deren Familien und aller an Schule Beschäftigten. Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen in Bremen sollten auch Sie sich sofort an den dringenden Rat der Expert*innen halten und bereits ab kommenden Montag weitere Maßnahmen ergreifen.

In der Vergangenheit haben Sie die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts nur in Teilen und u. E. viel zu zögerlich umgesetzt (siehe unser offener Brief vom 22.10.2020). Inzwischen fordert auch die Leopoldina aufgrund der ernsten Lage bereits ab dem 14.12.2020 ein Ende der Schulpflicht. Der Marburger Bund warnt vor einer Zuspitzung in den Kliniken und fordert eine Rücknahme der Lockerungen während der Feiertage. Weiterlesen

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Remonstrieren: so geht´s!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schulleiterinnen und Schulleiter,

in unserem Personalratsinfo der vergangenen Woche haben wir bezogen auf die neue Prozessbeschreibung zur Definition von Kontaktpersonen, die dem Gesundheitsamt zu melden und damit in Quarantäne zu schicken wären, auf die Möglichkeit der Remonstration hingewiesen.

Dazu haben uns sehr viele Anfragen erreicht, die wir hier gerne beantworten möchten. Weiterlesen

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Bremen geht der Pandemie auf den Grund…

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