Personalrat Schulen fordert Tests und Masken nach den Sommerferien

Pressemitteilung des Personalrats vom 27.06.2022

Der Personalrat hat den seit Ende der Osterferien gültigen Coronamaßnahmen nicht zugestimmt. Dennoch laufen sie derzeit genauso weiter. Aus unserer Sicht wird angesichts der wieder deutlich steigenden Infektionszahlen viel zu wenig getestet und es gibt nicht einmal eine Empfehlung zum Tragen von Masken. Wir befinden uns daher mehr oder weniger im Blindflug.

Von der Bildungsbehörde haben wir gefordert, bereits jetzt verlässliche Regelungen für die Zeit nach den Sommerferien zu treffen – bisher leider vergeblich.

Wir halten eine Testpflicht mit drei Tests pro Woche und eine Maskenpflicht ab Klasse Fünf für die ersten zwei Wochen nach den Sommerferien für erforderlich. Das sollte schon vor den Sommerferien so kommuniziert werden, damit alle sich auf verlässliche Maßnahmen einstellen können. Nur so erhält die Behörde eine gewisse Übersicht über das Infektionsgeschehen und kann entsprechend reagieren, damit wir nicht erneut von der Herbstwelle „überrascht“ werden.

Aus unserer Sicht sind das Minimalforderungen und das was die Erfahrungen aus mehr als zwei Jahren Pandemie sowie der gesunde Menschenverstand gebieten.

Bereits jetzt wäre es sinnvoll, deutlich mehr zu testen und dort wo es zu gehäuften Infektionen kommt, eine Maskenpflicht auszusprechen. Aber scheinbar wird erneut nach dem Motto vorgegangen, sich erstmal in die Ferien zu retten.

Wir fordern die Bildungsbehörde mit Nachdruck auf, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und vorausschauend zu handeln.

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Teilpersonalversammlung der Verwaltungsangestellten an Schulen (01.06.2022) – Bericht

Am vergangenen Mittwoch (01.06.2022) fand die langersehnte Personalversammlung der Verwaltungskräfte an Bremer Schulen in der Aula des Alten Gymnasiums statt. Durch die  Veranstaltung führte die PR-Vertreterin Arife Görgün.

Der Vorsitzende des PR-Schulen, Dr. Jörn Lütjens, eröffnete die TPV mit einem kurzen Grußwort und nahm Bezug auf die zentrale Rolle der Verwaltungskräfte in Schulen während der Corona Pandemie. Er betonte „ihr habt den Laden am Laufen gehalten“.

Anschließend konnten wir die Senatorin für Kinder und Bildung Sascha Aulepp begrüßen. Ihr Lob „Sie sind das Herzstück von Schule“ und „ohne ihre Arbeit würde Schule nicht funktionieren“ wurde durch die 120 anwesenden Verwaltungskräfte gerne zur Kenntnis genommen. Sie bedankte sich bei den Verwaltungskräften für ihre Arbeit, erklärte allerdings auch „dass sie keine Geschenke“ mitbringe. Wichtige Themen wie eine neue Stellenbeschreibung seien „auf den Weg gebracht“. Es schloss sich  eine Fragerunde an, in deren Verlauf viele Verwaltungskräfte aus ihrem beruflichen Alltag und von aktuellen Hürden und Hemmnissen bei der Bewältigung der Aufgaben berichteten. Für ihre Leistungen in der Coronasituation fühlten sich die Kolleg:innen nicht ausreichend wertgeschätzt und unterstrichen zum wiederholten Mal ihre Forderung nach entsprechender Anerkennung.

Fazit: Frau Aulepp sagte eine erneute Prüfung zu.

Danach informierte Herr Giesa vom Referat 11-Personalmangement der SKB über die Zusammensetzung des Verwaltungsstundenschlüssels und über die iPad-Stunden, die den Verwaltungskräften für die zusätzliche Aufgabe zur Verfügung gestellt werden. Herr Focke ergänzte die Informationen. Dazu wurde anschließend umfangreich diskutiert.

Bei dem Punkt Aufgabenbeschreibung ist seitens der Behörde vorgesehen, dass eine Arbeitsgruppe bestehend aus 9 Verwaltungskräften aus den verschiedenen Schulformen als erfahrene  Expert:innen für die Arbeitsplätze an der Aufgabenbeschreibung arbeiten, um damit die bisherige Aufgabenbeschreibung aus dem Jahr 2003 abzulösen.

Folgende Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit in der Personalversammlung  gefasst:

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Ansprache des Verdi-Geschäftsführers Bremen, Markus Westermann, der sehr deutlich unterstrich, dass eine Anpassung der Eingruppierung im TV-L aufgrund einer neuen Stellenbeschreibung und entsprechender Bewertung höherwertiger Tätigkeiten nur mit Unterstützung der Gewerkschaften umsetzbar ist.

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Presseerklärung des PR-Schulen: Verbesserte Rahmenbedingungen für Kita Beschäftigte – Schule muss nachsteuern

Der Durchbruch in den Tarifverhandlungen im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst bedeutet eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für viele Erzieher:innen in den Kitas. Dies ist ein deutliches Zeichen den Beruf der Erzieher:innen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und der verschiedenen zusätzlichen Aufgaben, die in den letzten Jahren bei den Beschäftigten dazu gekommen sind, attraktiver zu gestalten.

„Dies sollte auch als Signal für die Erzieher:innen in den Schulen verstanden werden. Die Aufwertung im Gehalt und die Bereitstellung von mehr Kooperationszeit, um sich im multiprofessionellen Team angemessen in pädagogischen Fragen abstimmen zu können, sind elementare Aufgaben, um Qualität in der Ganztagsschule zu gewährleisten“, so Personalrätin Dagmar Reinkensmeier.

Eine Lehrkraft und eine Erzieherin sollen in benachteiligten Gebieten möglichst in jeder Klasse stehen, das will die Landesregierung. Außerdem hat die Bundesregierung einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ab 2026 auf den Weg gebracht. Dafür braucht es Fachkräfte.

Ausgebildete Erzieher:innen sind Mangelware, deshalb fordern wir die Weiterbildung von nicht qualifiziertem Personal. Eine berufsbegleitende Ausbildung als Erzieher:in muss so gestaltet sein, dass sie für diese Mitarbeiter:innen zumutbar ist! Entlohnung während der Qualifizierung und die Möglichkeit der Ausbildung während der Arbeitszeit. Dies garantiert den Schulen Fachkräfte, die den gewachsenen Aufgaben durch Ganztagsbetreuung, Inklusion, Digitalisierung und der Zuzug von Flüchtlingen mit Sprachbarrieren und Traumatisierungen professionell begegnen können.

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PR-Info 05/2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit unserem letzten Info hat sich wieder einiges getan, über das wir euch auf dem Laufenden halten wollen.

Hier ein Überblick über die Themen dieses Infos:

  1. Nichtzustimmung zum aktuellen Corona-Erlass
  2. Klage für Mitbestimmung beim Distanzunterricht erfolgreich
  3. Lebensarbeitszeitkonto: Gibt es das?
  4. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung
  5. Lehrkräfte für Fachpraxis (Lehrmeister:innen)

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PR-Schulen fordert Hot-Spot-Beschluss, um Maskenpflicht beibehalten zu können

Schutzmaßnahmen nur in „Hot Spots“ möglich
Nach Auslaufen der Regelungen des Infektionsschutzgesetzes obliegt es den Ländern, sich zu sogenannten Hot-Spots zu erklären um Schutzmaßnahmen wie z. B. Masken weiterhin vorschreiben zu können. Wie der Presse zu entnehmen ist, besteht die Möglichkeit, dass das Land Bremen sich entscheidet, hiervon keinen Gebrauch zu machen.

Starke Corona-Ausbrüche nach den Ferien zu befürchten
In diesem Fall wäre für die kritische Phase nach den Ferien keine Maskenpflicht-Regelung in Schulen möglich. Nach den Erfahrungen der vergangenen Nach-Ferien-Zeiten halten der PR-Schulen, aber auch viele Schulleitungen dies für eine gefährliche Situation, nicht zuletzt im Hinblick auf mögliche Ausfälle in den anstehenden Abschlussprüfungen.

Erfassung der Corona-Fallzahlen mangelhaft
Bereits jetzt wird uns insbesondere aus den Grundschulen berichtet, dass nach dem Wegfall der Maskenpflicht die Fallzahlen sprunghaft ansteigen. Wir weisen in diesem Zusammenhang auch noch einmal darauf hin, dass die auf der SKB-Seite veröffentlichten Zahlen des Gesundheits-Ressorts alles andere als glaubwürdig sind. Vielmehr ist von einer systematischen deutlichen Untererfassung der Corona-Fälle in Schulen auszugehen. (Hinzu kommen noch die hier nicht erfassten Fälle, die sich außerhalb der Schule ereignen, aber gleichwohl für die Teilnahme am Abitur und den Zentralen Abschlussprüfungen relevant sind.)

Hot-Spot für Bremen!
Der Personalrat Schulen fordern die Senatorin Aulepp und den Bremer Senat deswegen dringend auf, den Status als Hot Spot und eine zweiwöchige Masken- und Testpflicht in Schulen nach den Ferien zu beschließen.

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Digitales Gespräch mit Aulepp und Bovenschulte

Am vergangenen Dienstagabend haben Bürgermeister Bovenschulte und Bildungssenatorin Aulepp im Rahmen der sogenannten Bürgerbeteiligung die Beschäftigten an Schulen zu einem Austausch per Videokonferenz eingeladen.
Laut Informationen von buten un binnen haben etwa 350 Personen an dem Gespräch teilgenommen.

Wir begrüßen zwar ausdrücklich die Möglichkeit eines Austausches auf dieser Ebene – allerdings war das Format aus unserer Sicht nur sehr eingeschränkt dazu geeignet, wirklich ins Gespräch zu kommen und einen Eindruck von der Stimmung und den Belangen der Beschäftigten zu bekommen.

Wir kritisieren, dass weder die Teilnehmenden noch die gestellten Fragen für die Anwesenden sichtbar waren. So konnte man nicht nachvollziehen, wie viele Kolleg:innen teilgenommen haben und welche Fragen überhaupt gestellt wurden. Insbesondere war dadurch nicht transparent, nach welchen Kriterien bestimmte Fragen von der Moderation ausgewählt wurden – und welche eben auch nicht.

Es wurde angekündigt, dass die schriftlich gestellten Fragen im Nachgang noch beantwortet werden. Man darf also gespannt sein.

Inhaltlich lässt sich sagen, dass die Senatorin und der Bürgermeister an vielen Punkten Verständnis für die vorgetragenen Probleme und Kritikpunkte signalisiert haben, ohne jedoch konkrete Zusagen zu geben. Immerhin gab es ein positives Signal zu 8b für Erzieher:innen an Schulen. Und die Senatorin hat sich für eine bessere Eingruppierung von Verwaltungskräften ausgesprochen. Wir werden sie beim Wort nehmen.

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Bei Unwetter Distanzunterricht? Mehrarbeit einreichen!

Die sturmbedingte Absage des regulären Unterrichts heute war nicht die erste in der Bremer Bildungsgeschichte. Neu aber: anstatt wie früher die Schule einfach ausfallen zu lassen, wurde jetzt „Distanzunterricht“ verkündet. Eine Ankündigung, die erhebliche Erwartungshaltungen bei manchen Eltern und Schulleitungen provoziert hat.

Die Behörde kocht das Thema herunter, indem sie sagt, Distanz-„Unterricht“ könne doch im Zweifel darin bestehen, ein Arbeitsblatt hochzuladen.  Es ist dieselbe Haltung, mit der sie uns seit über einem Jahr den Dialog darüber, was „Distanzunterricht“ eigentlich bedeutet, verweigert, und die uns in ein Gerichtsverfahren gegen die Behörde getrieben hat.

Aus Sicht des Personalrats handelt es sich bei der gestrigen Maßnahme aber um angeordnete Mehrarbeit. Denn seien wir ehrlich: Selbst einen vorhandenen Unterrichtsentwurf für Präsenzunterricht in Distanzunterricht auf itslearning zu verwandeln, lässt sich nicht ohne Aufwand bewerkstelligen. Auch das bloße  Heraussuchen und Einstellen von Aufgaben benötigt Zeit, die nicht jede/r gestern nach 16 Uhr noch hatte. Schließlich ist Lehrtätigkeit keine Rufbereitschaft!

Wie viele Beschäftigte hat die Information überhaupt erreicht? Laut geltender Dienstvereinbarung müsst ihr nur einmal in der Woche eure E-Mails lesen…

Wir empfehlen: Reicht die gestern zusätzlich aufgewendete Arbeitszeit direkt als angeordnete Mehrarbeit ein, um ein Zeichen zu setzen.

Das Formular hierzu findet ihr hier:

 

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Hinweis zu betrieblichen Testungen im Rahmen von „3G am Arbeitsplatz“

Aus aktuellem Anlass und um Missverständnisse zu vermeiden, weist der Personalrat Schulen darauf hin, dass die im Rahmen von „3G am Arbeitsplatz“ notwendigen täglichen Testungen für nicht geimpfte Beschäftigte in den Schulen organisiert werden können, wie es einige Schulen auch bereits seit Dezember handhaben.

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Tragepflicht FFP2-Masken

Der Corona Erlass Nr. 13 legt unter Punkt 8. fest, dass Bedienstete ab dem 24.01.22 im Schulbetrieb eine FFP2 – Maske tragen müssen. Da uns bereits seit Beginn der Pandemie Beratungsanfragen zu Tragepausen erreichten, haben wir immer wieder auf klare Regelungen gedrängt und schließlich im Juli 2021 eine Schlichtung zu Tragezeitpausen mit Behördervertreter:innen geführt, in der folgende Vereinbarung getroffen wurde:

  • In der Gefährdungsbeurteilung SARS-Cov-2 soll es einen Verweis auf die jeweils gültige Empfehlung die DGUV-Regel 112-190 geben, deren Einhaltung von den Führungskräften in der Schule einzuhalten ist. (wurde aktuell am 25.01.22 von Herrn Klieme in der Coronasprechstunde für Schulleitungen bestätigt)

Die DGUV-Regel besagt, dass bei leichter Tätigkeit (dazu gehört die Lehrtätigkeit nach Interpretation des ZfG) die Tragezeit bei drei Stunden liegt und eine kurze Erholungszeit ausreichend ist.

Es gibt zwar inzwischen eine Studie vom IPA-Institut (Institut für Prävention und Arbeitsmedizin) mit dem Titel: „Einfluss verschiedener Maskentypen zum Schutz vor SARS-CoV-2 auf die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit und die subjektive Beeinträchtigung bei der Arbeit“.  Reine Sprechberufe finden aber in der Studie keine Berücksichtigung.

Wir empfehlen euch:

  • Fordert bei euren Schulleitungen Maskentragepausen ein, z. B. gemeinsam mit Schüler:innen auf dem Schulhof. Diese Tragepausen sollten auch in das schulinterne Hygienekonzept aufgenommen werden.
  • Wenn ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mit den Tragezeiten der FFP2-Maske zurechtkommt, habt ihr einen Anspruch auf eine arbeitsmedizinische Beratung beim Zentrum für gesunde Arbeit (ZfG). Hier können ggf. individuelle Tragezeitenmit den Arbeitsmediziner:innen  definiert werden.                                                                            Kontakt: Tel. 0421 – 361 -6743 (Arbeitsmedizinischer Dienst)
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Stellungnahme des PR-Schulen zur Gründung Instituts für Qualitätsentwicklung (IQHB)

In der Sondersitzung der Bildungsdeputation am 19. 01., in der das Konzept zum IQHB vorgestellt wurde, hat der Personalrat Schulen als einzige vertretene Gruppe starke Kritik geäußert. Dabei geht es nicht darum, dass wir gegen Qualitätsentwicklung wären. Allerdings ist die Einrichtung des Instituts aus unserer Sicht eher eine Feigenblatt-Maßnahme, die davon ablenken soll, dass die personellen und räumlichen Voraussetzungen für gute Bildung in Bremen einfach nicht gegeben sind.

Oder kurz formuliert:

  • Solange die Beschäftigten an Schulen weiterhin viel zu wenig Zeit für gute Vor- und Nachbereitung oder Kooperation haben,
  • solange Lerngruppen viel zu groß sind,
  • solange Fachpersonal an allen Ecken fehlt,
  • solange Lücken im Unterricht durch fachfremden Einsatz oder unterqualifizierten Ersatz notdürftig gestopft werden,

brauchen wir nicht darüber nachzudenken, welche Verbesserungsvorschläge nötig sind, um bessere Ergebnisse im Pisa-Ranking zu erzielen.

Hinzu kommt, dass das Personal seit 20 Jahren durch eine ganze Reihe überflüssiger, weil nicht wirksamer Maßnahmen, zusätzlich belastet wurde.

Wir lehnen es ab, auf die Kolleg:innen, die in den Schulen weit über ihre Belastungsgrenzen hinaus arbeiten, mit dem Finger zu zeigen und ihnen weitere Aufgaben zu übertragen, ohne dass jemals die Sinnhaftigkeit der bisherigen Maßnahmen überprüft und angepasst wurde.

Übrigens: erst 2018 erfolgte eine umfangreiche wissenschaftliche Evaluation des Bildungswesens. Ergebnis: Insbesondere im Bereich der personellen, aber auch hinsichtlich der räumlich-materiellen Ausstattung wurden seitens der Schulen zum Teil erhebliche Engpässe und Bedarfe gesehen. Wer daran Zweifel hat, mag sich vor Augen führen, dass Hamburg, das als Vorbild für die Einrichtung des IQHB herangezogen wird, seit Jahren deutlich mehr pro Schüler:in investiert als Bremen.

Leider wurden die Empfehlungen der Evaluation nicht umgesetzt. Unsere düstere Prognose ist, dass das IQHB dieselben Empfehlungen nur noch einmal aussprechen wird. Es bleibt dann abzuwarten, ob sie dieses Mal erneut ignoriert werden.

 

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