Schulen auf dem Weg in die 4. Welle?

Mit großen Hoffnungen sind Schüler:innen, Eltern und Beschäftigte ins neue Schuljahr gestartet – Hoffnungen auf einen möglichst störungsfreien Präsenzunterricht trotz zu erwartender Infektionsfälle nach der Rückkehr der Urlauber. Ein Schutzschirm, bestehend aus Lolli-PCR-Tests in der Primarstufe, Lüften und Luftfiltern, sollte dies ermöglichen. Im Gegenzug verzichtete man auf Masken im Unterricht und lockerte (!) die Quarantäne-Regeln.

Hoffnung war auch offenbar die Entscheidungsgrundlage für die Behörde, wie Senatorin Sascha Aulepp in ihrem buten & binnen-Interview am 4. September freimütig bekannte, als sie sagte: „Wir hoffen, dass wir die Vorkehrungen getroffen haben“ und „Ich gehe davon aus, dass wir im Moment 100% aller Klassenräume [mit Luftfiltern] ausgestattet haben“.

Doch Hoffnung kann trügerisch sein. Wir stellen fest: Der Schutzschirm war löchrig.

  • Chaos-Start bei den Lolli-Tests.
  • Unklarheit darüber, wie viele Luftreinigungsgeräte ausgeliefert wurden, aber Klarheit darüber, dass längst nicht alle Klassen und Schulen versorgt sind.
  • Corona-Fälle in 60 Bremer Schulen, 13 Ausbrüche und 109 Schüler:innen infiziert am Ende der zweiten Woche.

Die Folge: Ein Anstieg des Inzidenzwertes von 168 auf 215,6 bei den 0-19 jährigen innerhalb der ersten Schulwoche in Bremen! Die Schulen auf dem Weg in die vierte Welle?

Wir fordern im Einklang mit dem RKI:
Maskenpflicht bei einem hohen Inzidenzwert unter Kinder und Jugendlichen, insbesondere bei Problemen mit den Testungen!

Hinweis: Das RKI empfiehlt Lolli-PCR-Testungen in Kitas und Grundschulen, da sie Infektionen besser und früher erkennen und übrigens in ausreichender Zahl vorhanden sind. Nur so lässt sich ein Verzicht auf Quarantäne für alle Nicht-Positivgetesteten rechtfertigen.

Links:

 buten & binnen-Interview mit Sascha Aulepp vom 4. September

RKI-Hilfestellung zum Infektionsrisiko im Schulsetting vom 9.9.2021

 

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Mehr Demokratie in Schulen – auch für uns!

Neues Schulverwaltungsgesetz in Kraft

Am 1. August 2021 ist eine umfangreiche Änderung des Schulverwaltungsgesetzes in Kraft getreten. Intention der Bildungsbehörde war eine Stärkung der Beteiligungsrechte von Schüler:innen und Eltern in den Schulen.

Wir als Personalrat haben schon frühzeitig deutlich gemacht, dass dazu untrennbar auch eine Stärkung der demokratischen Rechte der Beschäftigten gehört. Diese Rechte sind bei der letzten großen Gesetzesreform 2005 unter Willi Lemke empfindlich beschnitten worden.

Denn nur wenn mit uns demokratisch umgegangen wird, können wir Vorbilder sein für eine Erziehung von jungen Menschen zu demokratischen mündigen Bürger:innen, wie sie in Artikel 26 unserer Landesverfassung umrissen ist.

Die Formulierung im Koalitionsvertrag der aktuellen Landesregierung zeigt, dass unsere Argumente gehört wurden. Dort heißt es: „Mitbestimmung in den Angelegenheiten, die einen selbst betreffen, ist Wesensmerkmal einer lebendigen Demokratie. Die innerschulische Demokratie muss daher wiederbelebt werden. Dazu werden wir im Schulverwaltungsgesetz die Konferenzen als Orte der Entscheidungsfindung und die Beteiligungsrechte der Schülerinnen und Schüler sowie der Beschäftigten in Schulen stärken.“

Mehr Rechte auch für Beschäftigte

Als dann aber im Februar eine erste Fassung des Gesetzes vorgelegt wurde, war von einer Stärkung unserer Rechte nicht mehr die Rede, obwohl wir bereits 2019 umfangreiche Änderungsvorschläge unterbreitet hatten. Diverse Stellungnahmen und intensive Diskussionen im Beteiligungsverfahren haben dann aber doch noch dazu geführt, dass auch wir Beschäftigten zukünftig wieder mehr mitentscheiden können. Darüber hinaus wurden Unschärfen bzw. „Schlupflöcher“ im Gesetz beseitigt, durch die eine Umgehung von Rechten der Konferenzen bisher möglich war. Weiterlesen

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PR-Schulen fordert eine prophylaktische Maskenpflicht an allen Bremer Schulen

Der Start in das neue Schuljahr steht bevor. Was alle Beteiligten eint, ist das Ziel, möglichst störungsfreien Präsenzunterricht durchführen zu können.

Ein Unsicherheitsfaktor ist dabei die Gefahr durch Corona, nachdem viele Familien aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, sowie angesichts der Delta-Variante. Der PR-Schulen hat deshalb schon vor den Ferien gefordert, als Sicherheitsmaßnahme in den ersten drei Wochen nach den Ferien eine prophylaktische Maskenpflicht anzuordnen und flächendeckende Testungen an Schulen mit der Lolli-Pool-PCR-Methode einzusetzen.

Mit dieser Überlegung sind wir nicht allein: Mindestens 12 Bundesländer* haben bereits beschlossen, dass mindestens zwei Wochen lang nach den Ferien Masken zu tragen sind, flankiert von weiteren Maßnahmen wie intensiven Testungen.
Warum das Bundesland Bremen meint, auf diese Vorsichtsmaßnahme verzichten zu können, erschließt sich uns nicht.

Wir fordern: Die Sicherheit und Gesundheit der am Schulleben Beteiligten muss Vorrang haben. Drei Wochen Maskenpflicht und Lolli-Pool-PCR-Tests für alle Schü- ler:innen und Beschäftigten an Schulen.

*In folgenden Bundesländern nach Ferienende gilt eine vorübergehende Maskenpflicht für mindestens zwei Wochen:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (ab Kl. 5), Schleswig-Holstein
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Schöne Ferien!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wünschen euch schöne und entspannte Ferien
– das haben wir uns alle wirklich verdient!

Wir sind etwas eingeschränkt weiter für euch erreichbar:

montags bis donnerstags von 9.00 bis 15.00 Uhr
freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr

Vom 09.08. bis zum 13.08. bleibt unser Büro geschlossen.

Sonnige Grüße

euer Personalrat Schulen

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Die Schule wird (wieder) demokratischer!

Am vergangenen Donnerstag ist die Novelle des Schulverwaltungsgesetzes in zweiter Lesung von der bremischen Bürgerschaft verabschiedet worden.

Damit wurde ein Ziel der Regierungsparteien, nämlich die innerschulische Demokratie wiederzubeleben, in einem ersten Schritt umgesetzt.
Genau heißt es im Koalitionsvertrag: „Dazu werden wir im Schulverwaltungsgesetz die Konferenzen als Orte der Entscheidungsfindung und die Beteiligungsrechte der Schülerinnen und Schüler sowie der Beschäftigten in Schulen stärken.“

Kern der Gesetzesänderung ist die drittelparitätische Besetzung der Schulkonferenz, so dass, differenziert nach Schulstufen, die Gruppen der Beschäftigten, die Schüler:innen sowie die Eltern, bzw. die Mitglieder des Ausbildungsbeirates, nach Möglichkeit gleichberechtigt vertreten sind.

Für uns als Interessenvertretung war natürlich besonders wichtig, dass auch wir Beschäftigten wieder mehr mitentscheiden können, nachdem bei der letzten großen Gesetzesänderung 2005 viele Beteiligungsrechte der Kollegien zugunsten von mehr Befugnissen für Schulleitungen verloren gegangen sind.

Frau Dr. Bogedan hat in unserer großen Personalversammlung im Mai 2019 ganz ausdrücklich die Stärkung unserer Mitspracherechte versprochen und sie hat uns in diesem Anliegen letztendlich auch unterstützt.
Nach intensiven Verhandlungen und viel Überzeugungsarbeit konnten wir erreichen, dass die Entscheidungsbefugnisse der Gesamtkonferenz wieder gestärkt wurden und es nicht mehr so einfach wie bisher möglich ist, an Konferenzen vorbei zu entscheiden.

Glückliche Personalrät:innen nach Verabschiedung des Schulverwaltungsgesetzes in der Bürgerschaft

Über die Details und deren Auswirkungen informieren wir euch in Kürze.
Erst einmal sind wir froh, dass dieser Schritt gelungen ist.

Aber: Demokratie ist kein Selbstläufer. Jetzt wird es darauf ankommen, dass wir in den Schulen unsere Rechte kennen und deren Umsetzung aktiv einfordern.
Wir unterstützen euch dabei!

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Bildungshaushalt 2022/23 völlig unzureichend!

Liebe Kolleg:innen,

am 30.06.2021 berät die Deputation für Kinder und Bildung über den Haushalt für die Jahre 2022 und 2023.
Aus unserer Sicht ist das bremische Bildungssystem damit weiterhin massiv unterfinanziert. Dies haben wir in einer Stellungnahme an die Bildungsbehörde und die Mitglieder der Deputation deutlich gemacht und die Defizite und Finanzierungsbedarfe aufgezeigt. Ihr findet die Stellungnahme hier.

Außerdem haben wir folgende Pressemitteilung dazu veröffentlicht:

Pressemitteilung zum Bildungshaushalt 2022/2023

Keine Verbesserung trotz steigender Ausgaben
Im vorliegenden Bildungshaushalt sind zwar steigende Ausgaben zu verzeichnen, die decken aber gerade mal die Personalbedarfe, die durch die steigenden Schüler:innenzahl entstehen sowie, aus unserer Sicht nur unzureichend, die Kosten für Schulneu- und -ausbau. Qualifiziertes Personal zu bekommen, war dabei auch schon in den vergangenen Jahren durchaus schwierig. Für ca. 40 Stellen können derzeit gar keine qualifizierten Bewerber:innen gefunden werden und ca. 145 Vollzeitstellen für Vertretungsfälle sind weiterhin mit Studierenden bzw. nicht voll ausgebildeten Lehrkräften besetzt.

Haushalt bleibt deutlich hinter den selbst gesteckten Zielen zurück
Echte Verbesserungen, wie sie auch von den Regierungsparteien selbst im Koalitionsvertrag angekündigt wurden, sind praktisch nicht dabei. Weiterlesen

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Stellungnahme zum Präsenzunterricht in voller Klassenstärke an weiterführenden Schulen

Bei der Bewertung von Gesundheitsgefahren durch die Pandemie und daraus abzuleitenden Schutzmaßnahmen folgt der Personalrat Schulen wie bislang den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Im jüngst veröffentlichten Strategiepapier wird für weiterführende und berufsbildende Schulen folgendes empfohlen: Weiterlesen

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Neuer Personalrats-Vorsitzender

Wechsel an der Spitze

Seit dem 1. April hat der Personalrat Schulen einen neuen Vorsitzenden. Jörn Lütjens wurde vom Gremium des Personalrats mit dieser Aufgabe betraut und löst Angelika Hanauer ab, die zwei Jahre lang Vorsitzende war. Weiterlesen

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Impfungen für alle Beschäftigten an Schulen

In letzter Zeit erreichten uns viele Anfragen, ob und wann weitere Berufsgruppen und Beschäftigte an Schulen mit Impfterminen versorgt werden. Der Personalrat Schulen hat diese immer wieder in den Gesprächen mit der Behörde eingefordert.

Umso erfreulicher ist es, dass jetzt zeitnah alle Beschäftigten an weiterführenden Schulen ein Impfangebot erhalten sollen (laut Behörde innerhalb von 1-3 Wochen). Der Personalrat Schulen begrüßt diesen Schritt, um die Sicherheit der an Schulen Beschäftigten und Kinder zu gewährleisten.

Sollten einzelne Kolleg:innen Schwierigkeiten bei der Terminvergabe haben, dann meldet euch bitte beim PR Schulen.

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Drei-Gruppen-Beschulung? Vorsicht Mehrarbeit!

Der PR Schulen warnt davor, dass durch die ab dieser Woche geltende Testpflicht eine Drei-Gruppen-Beschulung entstehen kann, die weitere Mehrarbeit für die Lehrkräfte nach sich zieht. Weiterlesen

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